Die innere Uhr...

...oder was steuert unseren Schlaf-Wach-Rhythmus?
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Warum ein Leben mit der inneren Uhr so wichtig ist!
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Eine innere Uhr steuert den periodischen Wechsel des Organismus wie z.B. die Körpertemperatur,
die Kreislaufstabilität, die Schmerzempfindung und die Leistungsfähigkeit. Praktisch alle Funktionen
des Menschen verändern sich systematisch im Laufe des Tages und der Nacht. Die innere Uhr lässt
uns jeden Tag zu bestimmten Zeiten müde, wach, hungrig oder unaufmerksam werden.
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Auf Grund dieser Rhythmik entsteht ein absolutes Tief für den Organismus gegen 3 Uhr nachts.
Dies ist auch der Zeitpunkt, wo Nachtarbeiter die meisten Fehler machen, die Stimmung ihren
Tiefpunkt erreicht und wo die meisten Menschen sterben, aber auch geboren werden.
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Wie empfindlich unsere innere Uhr auf Licht und Jahreszeiteinflüsse reagiert, wurde in vielen
wissenschaftlichen Studien nachgewiesen.
Chronobiologen erforschen dabei vor allem die Frage, welche Konsequenzen eine Nichteinhaltung
der natürlichen inneren Rhythmen nach sich zieht.
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Soviel steht jedoch fest, sie macht auf Dauer krank!
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Die Umstellung auf die Sommerzeit z.B. verursacht einen „Mini-Jet-Lag“. Es gibt in Deutschland
ca. 10% mehr Verkehrsunfälle am ersten Montag morgen der Sommerzeit. Schlafstörungen im Alter
sind daher häufig darauf zurückzuführen, dass die innere Uhr verstellt ist. Grund dafür ist, dass
Senioren viel mehr Zeit in Innenräumen verbringen als in jüngeren Jahren.
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Um tagsüber konzentriert, aktiv und aufmerksam zu bleiben und nachts erholsam zu schlafen,
ist es vor allem wichtig, den Wechsel von hell zu dunkel zu verstärken.
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Das Licht, das auf unsere Augen trifft, ist eine Art Weckruf für den Körper. Das Lichtsignal schafft es,
unsere Innenzeit jeden Tag mit der Außenzeit zu synchronisieren.

Die Menschen, die mittags regelmäßig schlafen, verlängern damit auch ihre Lebenszeit.

Der kurze Mittagsschlaf mit max. 30 Minuten hilft das Tief gegen 13.30 Uhr zu überbrücken. Bei längerem
Mittagsschlaf wird durch das anschließende „wieder in Schwung kommen“ das Herz- Kreislaufsystem
zu stark belastet. Auch die Nachtschlafdauer hat ihren eigenen Rhythmus.
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Im Winter schlafen wir länger und im Sommer kürzer.
Frauen schlafen etwas länger, aber sie leben ja auch länger.
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Die Rhythmen kranker Menschen schwingen weniger klar im 24-Std.-Takt als bei Gesunden.
Der Lichtimpuls ist daher unser wichtigster Zeitgeber. Wirklich helles und ausreichendes Licht sollte
daher mindestens 2500 Lux stark sein.
Im Vergleich: Das Licht in unseren Innenräumen mit seinen 50 bis 200 Lux reicht zwar für unsere Augen aus,
Formen und Farben zu erkennen. Jedoch für unsere innere Uhr sind derartige Luxstärken einer biologischen
Finsternis gleichzusetzen.
 
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Das wichtigste ist daher, für ausreichend Lichtqualität in Innenräumen zu sorgen
(Tageslichtspektrum-Leuchten) und jeden Tag mind. 2 Std. hinaus ins Freie.
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