Die Schlaf-Zyklen

Es werden zwei grundsätzliche Schlafstadien unterschieden:

den REM-Schlaf (Rapid-Eye-Movement), der durch Phasen mit schnellen Augenbewegungen gekennzeichnet ist, und den Non-REM-Schlaf, der sich je nach Schlaftiefe aus vier verschiedenen Schlafstadien zusammensetzt. Im REM-Schlaf (Traumschlaf) laufen intensive Träume ab. Er ist damit der aktivste Teil des Schlafes.

Trotz dieser ausgeprägten Gehirnaktivität ist die Muskulatur schlaff und der Schlafende weitgehend bewegungsunfähig. Es wird angenommen, dass das Gehirn in diesem Stadium eine Art „Festplattenpflege“ durchführt, d.h. tagsüber aufgenommene Informationen werden geordnet, abgespeichert oder gelöscht. Auch Lernvorgänge oder Erlebnisse werden verarbeitet. Ein gesunder Erwachsener verbringt etwa 20-25% des Nachtschlafes in diesem Stadium.

 

Der Non-REM-Schlaf:

Stadium 1 ist das Übergangsstadium zwischen Wachen und Schlafen. Gelegentlich treten in dieser Phase Phänomene wie „Einschlafzuckungen“ auf, die natürlich sind. Stadium 2 ist der Flach- oder Leichtschlaf. Das Bewusstsein wird ausgeschaltet, die Muskelspannung nimmt ab. Wecken ist noch leicht möglich. Dieses Stadium nimmt etwa die Hälfte der gesamten Schlafzeit ein.

Die Stadien 3 und 4 werden als Tiefschlaf bezeichnet. Langsame Hirnstromwellen, so genannte Delta-Wellen, nehmen zu, die Muskulatur ist nun völlig entspannt. Aus diesem Stadium ist der Schläfer nur schwer erweckbar. Im Tiefschlaf, der vor allem für die körperliche Regeneration verantwortlich ist, erfolgt auch die Ausschüttung von Melatonin und Wachstumshormonen. Es wird angenommen, dass während des Tiefschlafes Prozesse der bewussten Gedächtnisbildung stattfinden.

Der Schlafgesunde verbringt etwa 10-20% der Schlafzeit im Tiefschlaf. Nach dem Durchlaufen der Stadien 1-4 und dem ersten Auftreten einer REMPhase ist ein kompletter Schlafzyklus von ca. 90 Minuten abgeschlossen. Das Schlafprofil eines gesunden Erwachsenen setzt sich aus 4-6 solcher Schlafzyklen zusammen, wobei während der Nacht der Tiefsschlafanteil ab- und der REM-Anteil zunehmen.

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